Noch 24 Tage dann bin ich zurück

08Juli2015

Wie fühlt man sich, wenn man weiß, dass man in 23 Tagen im Flieger sitzt auf dem Rückweg in die Heimat.

Es ist ein komisches Gefühl. Das ist erst einmal die kürzeste und passendste Beschreibung. Ich vermisse Deutschland, meine Freunde, Familie, Haustiere, die Vertrautheit, das Essen und so vieles mehr. Aber mittlerweile schaut man sich um und sieht sich in einer Stadt wieder, wo man anfängt sich auszudehnen, die Marotten der Einheimischen zu ignorieren und sich ans Essen zu gewöhnen (zumindest an manches). Ich weiß jetzt schon, dass ich die Kinder hier vermissen werde vor allem meine beiden Gastschwestern. Doch auch meine Schneiderin, meine Guthabenverkäuferin, Ankrah, die Avocadofrau und die Verkäufer oben bei uns an der Straße, die einem jedes Mal zulächeln, winken und fragen wie es einem geht, werde ich vermissen. Doch auch das Trotro fahren, das billige Taxi fahren, den Central Markt, die vielen kostengünstigen Reisen und das Selbstständige und Problemlose in diesem Land. Die Gelassenheit und Ruhe mit der hier die Dinge angegangen werden, werde ich vermissen. Ich rege mich zwar häufig über genau diese Sachen auf, aber im Grunde genommen weiß ich dass ich es trotzdem vermissen werde um jeden cedi zu feilschen. Oder total aufbrausend zu reagieren, wenn jemand wieder versucht uns Obrunie abzuzocken.

Am schlimmsten wird es glaube ich sein mich von meinen Mitfreiwilligen zu trennen. Denn selbst wenn wir uns beim Nachbereitungsseminar nochmal sehen, weiß ich das das meine Geschichten nicht mehr richtig verstanden werden. So leid es mir tut, ihr werdet es nicht ganz verstehen können wie man sich hier fühlt, wie es einem geht und was man erlebt hat, das ist etwas, was ich tagtäglich mit meinen Mitfreiwilligen teile. Seit fast einem Jahr bzw. fast zehn Monaten leben wir auf engstem Raum und tauschen uns gegenseitig über unsere Erfahrungen aus, helfen uns bei Heimweh oder erzählen einfach. Man kann es sich nicht vorstellen und hätte man mir vor zwei Jahren erzählt, dass ich so etwas mache, hätte ich nur lachend den Kopf geschüttelt. Aber es passiert wirklich. Fast täglich sitze ich hier mit anderen zusammen und male mir das Essen in Deutschland aus. Was kann man essen, wie wird es sein und in was für einem Ausmaß wird man sich zu Hause den Bauch vollschlagen. Wie wird es sein, wenn ich zum Kühlschrank gehe und mir alles rausnehmen kann, selbst wenn nicht mein Name draufsteht? Wie wird der erste Supermarkt besuch werden, werde ich in Ohnmacht fallen oder komplett Wahnsinnig werden, zur Bäckertheke laufen und wie ein kleiner Kind sämtliche Backwaren bestaune, bevor ich in den Supermarkt rennen und meinen Einkaufswagen Vollpacke? Werde ich beim ersten Dm Besuch heulen, weil es tatsächlich Hygiene Artikel gibt, denen ich vertraue? Ich weiß es nicht und ich kann es mir absolut nicht vorstellen.

Vergleicht man meine beiden Ansichten stellt man fest, dass ich mittlerweile im Zwiespalt mit mir selber leben, denn ich freue mich genauso auf zu Hause, wie ich Ghana vermissen werde. Zu Hause beginnt der Ernst des Lebens. Studium/Ausbildungssuche, was mache ich in der Zukunft, … hier ist es ein unbeschwertes von Tag zu Tag leben, dass manchmal aber ganz schön anstrengend ist und mich regelmäßig zu regelrechten Wutausbrüchen bringt. Die Zeit verfliegt und ich bin gespannt, was ich in den letzten Tagen hier noch erleben werde. Der Terminplan ist voll!

wenn ihr noch fragen an mich habt, könnt ihr sie gerne jederzeit stellen und ich versuche sie schnell und möglichst Wahrheitsgemäß zu beantworten :)

Bis bald

Alina

Busua

08Juli2015

Innerhalb von einem Monat war ich zwei mLa in Busua. Das erste Mal war um den 24.06 herum um Leas Geburtstag zu feiern und das zweite Mal war dieses Wochenende.

Von Mittwoch bis Sonntag wollten wir eigentlich ein entspanntes, sonniges, erholsames Wochenende verbringen, um schön braun zu werden und den Anspannungen in der WG (auf die ich hier nicht näher eingehen möchte) zu entfliehen. Mittwoch ging es Morgens los und wir fuhren knapp sechs bis sieben Stunden bis Busua. Gegen Nachmittag früher Abend kamen wir an und genossen die Ruhe. Das Hotel lag direkt am Meer keine Zehn Meter entfernt. In der Nacht konnte man das Meer rauschen hören und den Regen prasseln, aber dazu später mehr.

Abends ging es dann in einem „Restaurant“ direkt vor dem Hotel essen. Es ist eher eine Hütte mit einem notdürftigen Gasherd und einem Tisch zum Schneiden und einem Reval für die wenigen Lebensmittel, aber du weißt das alles frisch gekocht ist, teilweise wird extra noch Gemüse dafür gekauft, man wartet nicht länger als in Deutschen Restaurants, die Leute da sind super nett und freuen sich wenn man kommt. Jeden Morgen fragen sie wie es dir geht und es interessiert sie wirklich. Aus dem Dorf kommen manche vorbei und es ist einer der wenigen Orte von denen ich behaupten kann, dass fast alle freundlich sind und keine Vorurteile gegen Weiße haben. Außerdem ist es einer der wenigen, wenn nicht sogar der Einzige Ort, an dem niemand von uns gefragt wider ob er ihn heiraten möchte. Und das ist unglaublich erholsam! Taxifahrer und Verkäufer kann man nicht dazu zählen, denn die wollen immer dein Geld.

Das Essen war wieder einmal unglaublich gut, reichhaltig genug, frisch zubereitet und billig.

Die ersten Tage haben wir verbracht zu reden, schwimmen zu gehen, zu frieren, und darauf zu hoffen, dass das Wetter wieder besser wird. Es ist ungefähr so warm wie in Deutschland im Sommer, wenn man einen durchschnittlichen Sommer nimmt. Circa 25Grad. Und wir drei sitzen schlotternd mit langen Klamotten am Tisch. Wie werde ich wohl frieren, wenn ich wieder zurück komme. Leider hat es ziemlich häufig geregnet. Am 4. Juli geschah etwas unerwartetes.

Am Morgen war noch alles wie gewöhnlich. Wir schliefen etwas länger und gingen dann Frühstücken. Dort blieben wir sitzen, gingen schwimmen, lasen der schrieben schon mal etwas ins Reisetagebuch, oder wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Eigentlich hatte ich befürchtet, dass man sich irgendwann nichts mehr zu erzählen hätte, wenn man tagein tagaus zusammen in einem Haus festsitzt aber weit gefehlt. 18 Lebensjahre bieten weit mehr Erzählstoff als angenommen. Wenn ich wieder zurück komme werdet ihr feststellen, dass sogar mein Jahr hier ausreichen wird um euch so lange, eingehend davon zu berichten, dass es euch irgendwann eigentlich Nerven müsste.

Zurück zum eigentlichen Thema: die Entdeckung!

Mir fiel auf, dass am Strand direkt vor dem Dorf eine Menschentraube sich versammelte und Fische an Land gezogen wurden. Ich rechnete fest damit, dass es Tunfisch sein würden, denn die Fische sahen relativ groß aus, doch ich schätze sie auf nicht mehr als einen Meter. Neugierig ging ich mit einigen anderen Deutschen, die ebenfalls da säßen hin und war geschockt. Es waren keine Tunfisch, sondern… - Haie.

Ich rede hier auch nicht von Katzenhaien oder kleinen Haien, Nein es war ein Hammerhai und fünf Kurzflossige Makros (wie wir später rausfinden). Außerdem lag da noch ein Schwertfisch. Der Schwertfisch war circa einen Meter bis ein Meter dreißig, aber alle Haie waren größer als ich. Ich hatte noch nie zuvor Haie gesehen, außer im Zoo. Aber das ist ja irgendwie nicht richtig und dort stand ich am Strand, den Schwein der Fischer in meiner Nase, die Füße im Sand vergraben und guckte auf die mittlerweilen toten Meereskreaturen, die ich so bewundere. Von den ach so gefürchteten Raubtieren war keine Spürt zu sehen. Sie sahen einfach nur tot aus. Ich hatte gehofft, dass den Tieren, wenn sie am Strand waren ein gewisser Respekt gewollt werden würde zumindest bei so armen Fischern, die wegen dem Fang ein richtiges Dorffest veranstalteten, aber weit gefehlt. Die Tiere wurden umgerechnet zwischen 17 – 90€ verkauft. Vom eigentlichen Verkauf habe ich wenig mitbekommen, da sie in ihrem Regionensprache sprachen. Ich stand da und berührte die Haut von der ich so viel gelesen hatte, rau wie Sandpapier. Dabei stellte ich fest, dass die Haut nur in eine Richtung hin rau war. Die Flosse fühlte sich hart an, doch trotzdem war es mir unvorstellbar, dass sie genug Antrieb bringen konnte dass ein Mako Hai bis zu 70kmh schnell schwimmen kann. Die Haut fühlte sich einfach nur wabbelog an und irgendwie taten die Tiere mir leid. Versteht mich nicht falsch ich bin keine Vegetariern und ich weiß mittlerweile Fisch echt zu schätzen, aber trotzdem ist es was anderes ein Fischgerichte serviert zu bekommen als einen gerade gemischten Hai am Strand loegen zu sehen mit abgerissener Schnauze und herausquellenden Gedärmen.

Ich habe sofort angefangen zu googeln, weil mich das Thema interessier hat ( und nein ich werde keine Meeresbiologin, oder Biologiestudieren und das schreibe ich jetzt auch nur damit niemand auf irgendwelche Gedanken kommt). Der Kurzflossen Mako ist einer der wenigen Haie die springen können. Sie leben eher als Familie und sind nicht die einzelgänger, die man sich normalerweise vorstellt. Sie ernähren sich unter anderem von Hammerhaien und Schwertfischen und Leben in einer Tiefe von 150m.

Den Rest unseres Aufenthaltes passierte nichts aufregendes mehr. Das Wetter wurde leider nicht besser aber wir genossen den Strand, das rauschen der Wellen und die andere Atmosphäre. Leider war das wohl das letzte Mal, dass ich dort war, denn in vier Wochen geht es schon wieder zurück nach Deutschland. Mal schauen was wir alles bis dahin noch unternehmen, der Zeitplan sieht bis dahin nämlich noch recht voll aus ;)

Bis denne

Alina

Mole National Park

11Mai2015

Am 7.05 ging es weiter in die andere Richtung. Um 4.15 Uhr klingelt der Wecker und wir fahren zu Metro Maas Bus Station. Kurz nach Kumasi hatte unser Bus eine Panne und wir mussten zwei Stunden auf einen Ersatz Bus warten. In Damango Station stiegen wir aus und fuhren mit einem Trotro nach Damango und von dort mit dem Taxi in den Mole National Park.

Unser Zimmer ist richtig groß, was bei dem Geld was wir pro Nacht zahlen auch echt angebracht ist. Obwohl man von der Terrasse beim Pool aus direkt eine Wasserstelle sieht haben wir am ersten Abend noch keine Elefanten gesehen.

Am nächsten Morgen ging es um 5:20 Uhr aus dem Bett. Alleine vor sieben Uhr hatten wir Paviane, Buschwildschweine, Antilopen und Elefanten (aber nur aus der Ferne) gesehen. Alleine da hatte es sich schon mehr gelohnt als der ganze Bui Ausflug.

 

Pavianmama  Pavian

Paviane belagern die Hoteleinrichtung

 buschwildschwein Buschwildschweine laufen total unbekümmert durch die Gegend.

 

Vor dem Frühstück machten wir unsere Jeep Safari. Wir vier waren mit drei Ghanaern und unserem Führer und einem Fahrer unterwegs. Die eine Frau die uns begleitet hat hatte High Heels, einen engen langen Rock und eine weiße Bluse an. Die hatte sich richtig rausgeputzt und in Sonntagskleidung geschmissen und wir mussten so darüber lachen! Wer, der ganz klar denken kann, geht so bitte auf eine Safari tour?

Auf dem Weg zu dem Platz, wo wir Elefanten sehen sollten, sahen wir eine Menge anderer Tiere. Vor allem aber Antilopen, Perlhühner. Aber auch Wasserböcke, ein Streifenhörnchen, diverse Vogelarten, …

 

wasserbock oder so genannt 

Auf einer Wiese mussten wir dann vom Dach des Jeeps aussteigen und machten uns auf die Suche nach den Elefanten. Sie waren im Dickicht neben dem Wasserloch. Unser Führer wollte sie, für perfekte Fotos, aus dem Dickicht jagen. Bei jedem schatten den wir gesehen haben, hielten wir die Luft an und endlich sahen wir sie. Vier Bullentiere. Zwei davon jünger als die anderen beiden. Dort standen sie, keine fünfzig Meterentfern aber durch einen Graben abgetrennt. Plötzlich dreht sich einer der großen Tiere um rennt auf uns zu legt die Ohren an und trötet laut bevor er sich umdreht. Keine Frage, das war eine klare Warnung gewesen. Unser Guide blieb davon unbeeindruckt und meinte wir dürften nur nicht dabei weglaufen.

beim essen.  ganz friedlich stehen sie dabedroht vom vierbeinerbis sie finden, dass wir zu nah sind.

 

Diese Drohgeste passierte noch drei weitere Male und jedes Mal gab es einen neuen Adrenalinstoß. Wir schafften es die Gruppe vor uns herzuschieben und zum Schluss sahen wir sogar wir sogar wie sie schwimmen gingen. Zufrieden wegen der Fotos und das wir wirklich Elefanten gesehen hatten machten wir uns auf den Rückweg zum Jeep.

Auf einmal kommen die vier Elefanten keine dreißig Meter entfernt auf uns zu. Frisch vom Baden wollen sie sich jetzt mit Staub einstäuben um sich von Parasiten zu schützen. Ihre normale Hautfarbe ist schwarz.

beim schwimmen

Obwohl uns die Tiere vorher bedroht haben kommen sie jetzt total harmlos auf uns zu. Irgendwann bekommt unser Guide schiss und meinte wir sollten uns langsam ohne hektische Bewegung zum Jeep bewegen. Dort kamen wir auch sicher an und fuhren im Wahnsinns Tempo zurück zum Hotel.

 

 

Bis denne 

 

 

ciao

Voltamündung

11Mai2015

  

Mit einem VIP Bus ging es nach Accra. In Accra nahmen wir ein Trotro nach Ada Foah, einen Ort der direkt an der Voltamündung liegt.

Die Voltamündung ist die Stelle, wo das Meer in den Voltasee läuft. Der See hat aber an dieser Stelle keinen hohen Salzgehalt (eigenhändig von mir geprüft).

Die Fahrt dauerte länger als gedacht und ständig wurde an durchgeschüttelt. An der Endstation stiegen wir aus und fragten wie wir weiterkommen würden. Sie sagten uns, dass man entweder mit einem Motorrad oder Taxi weiterkommen würde. Beim Taxi müssten wir allerdings danach ein Boot nehmen um zum Maranatha Beach Hotel zu kommen.

Wir entschieden uns für das Taxi und verhandelten einen Preis der uns angemessen erschien. Allerdings ließ uns der Taxifahrer 200 Meter weiter raus und sagte wir seien da. Das war die Krönung! So eine Geldabzocke vor allem wenn man bedenkt, dass wir nicht alleine im Taxi saßen. Das gab eine Diskussion, die sich echt gewaschen hat. Der Boots typ hat sich irgendwann eingemischt und sah so verständnisvoll aus. Tja am Ende sind wir vom Taxifahrer und vom Bootsmann abgezogen worden.

Als wir mit dem Boot zum Hotel fuhren sah man am Strand die ganzen Villen mit Terrassen auf dem Wasser und Speed Booten im Garten. Das Hotel war wenig luxuriös. Es gibt kein fließendes Wasser und nur von 6-12 Uhr abends wird der Generator angeschaltet ansonsten hat man auch keinen Strom. Unsere Hütte hatte ein Reisig Dach und Wände aus geflochtenen Bananenblättern. Der Boden war Sand, was bedeutet barfuß laufen ohne das Gefühl zu haben, dass alles dreckig wird.

unsere Hütteunsere Hütte

Es war erstaunlich viel los. Ziemlich viele Freiwillige und einheimische tranken, redeten und saßen am Lagerfeuern. Die nächsten Tage war es weniger voll, besser gesagt waren wir anfangs fast alleine da. Sonntag und Montag haben wir herumgehangen, uns entspannt, gelesen, gesonnt und so weiter, geschlafen, … Montags sind wir direkt bis zur Mündung gelaufen und haben Fotos gemacht.

voltamündungVoltamündung

Eigentlich wollten wir dienstags nach Keta fahren, doch als wir einen Freiwilligen fragten, der dort einige Zeit gearbeitet hat, ob man etwas anderes sehen würde meinte er nein und dass es hier in Ada Foah schöner wäre, deswegen verlängerten wir um zwei Nächte. Um aber nicht schon wieder den ganzen Tag nichts zu machen beschlossen wir in das Städtchen zu laufen. Eine gruppe von jungen, die wir gestern kennen gelernt hatten, zeigten uns den Fußweg durch das kleine Dörfchen. Von dort nahmen wir uns Motorräder. Ziemlich spontan entschieden wir uns um und kamen mit zu der Rum Insel. Dort sieht man wie aus Zuckerrohr Rum hergestellt wird. Also ließen wir uns das Destillationsverfahren erkläre und probierten direkt nach dem Frühstück schon Rumshots.

Abends trafen wir eine bekannte wieder und lernten noch andere Freiwillige kennen. Mit zwei von ihnen würden wir uns später in Accra ein Zimmer teilen.

Von Montag an haben wir unter freiem Himmel geschlafen. Da es so windig war waren auch keine Mückenunterwegs. Es war richtig schön, denn sobald man wach lag konnte man die Sterne am Himmel verfolgen.

Den Mittwoch verbrachten wir wieder entspannt.
Donnerstag ging es dann aber wirklich los. Erst hatten wir mal wieder ein Problem mit unserem Bootstypen, aber das hatten wir irgendwann aus der Welt geräumt (zumindest halbwegs zufrieden stellend.) Gegen Mittag kamen wir in Accra an.

Weil wir nicht wussten was wir den Nachmittag über machen wollten überlegten wir in der Accra Mall ins Kino zu gehen. Wir einigten uns auf den neuen Film Home von Dreamworks. Man verstand den Film echt gut und er ist mega süß und echt sehenswert. Trotzdem wurden wir am Kinosaal erst einmal daraufhin gewiesen, dass das ein kinderfilm sei. Als wir dann den Saal betraten waren wir hin und weg. Es war wirklich ein großer Kinosaal mit riesen Leinwand und alles was das Herz begehrt. Du durftest dir sogar einen Sitz aussuchen und der Stuhl verstellte sich in eine liegender Position wenn du es wolltest. Nach dem Kino ging es zurück zum Hotel.

Samstags gingen wir auf den Souvenirmarkt und abends feierten wir alle zusammen Cindys Geburtstag. Sonntags ging es wieder zurück nach Kumasi Wäsche waschen, weil wir uns Donnerstag wieder auf den Weg machen zum Mole Nationalpark Elefanten gucken.

 

Bis denne

Papa kommt

06April2015

Leider hat Papa alle Fotos auf seinem Laptop, deswegen werde ich die Fotos nachträglich hochstellen müssen. Hier ist aber schon einmal der Bericht.

Nach all den Tagen Vorfreude, war es am 15.März endlich soweit. Ich fuhr alleine morgens nach Accra, damit ich Papa Abends am Flughafen abholen konnte. Ich checkte auch vorher schon ins Hotel ein, dass eine absolute Luxusabsteige war. Abends war ich dann am Flughafen und wartete, dass mein Vater aus dem Gate kam. Nach einer schier endlosen Zeit begann ich mich zu fragen, ob ich Papa nicht verpasst hätte, übersehen, nicht erkannt. Doch da erschien er auch schon und natürlich habe ich ihn auch erkannt. Er musste allerdings zweimal gucken. :p

Der Fahrer mit dem Schild Mr. Heiner war schnell gefunden und dann ging es auch schon zurück ins Hotel. Wir aßen und Papa gab mir all die lieben Mitbringsel, die ihr ihm mitgegeben habt. Vielen lieben Danke dafür!!!

Und dann ging es auch schon ins Bett, denn reisen macht müde.

Den nächsten Tag hatten wir uns für Accra reserviert. Nach dem Frühstück besuchten wir den Independence Square, den Independence Arch mit den schwarzen Sternen und den Art markt, der mittlerweile zu einem Souvenirmarkt geworden ist. Doch bevor der ganze Touristenkram überhaupt anfangen konnte musste mein Papa, den einzigen zu erreichenden Cache am Lambadi Beach machen. Anschließend gingen wir in der Accra Mall noch einen Café trinken. Das ist einer der wenigen Plätze wo das überhaupt möglich ist.

Am 17.03 haben wir uns auf die beschwerliche und lange Reise nach Kumasi gemacht. Am Mittwoch ging es dann ins Cultural Centre. Natürlich besuchten wir auch mein damaliges Haus und Papa lernte fast alle meine Mitfreiwilligen kennen. Es kam das Gerücht auf, dass wir die Tage umziehen müssten und ich wollte es den anderen nicht zumuten meine Sachen einräumen zu müssen. Wir gingen das neue Haus besichtigen und gucken wie weit die renovierungsarbeiten sind. Später holten wir dann Cindy ab und zusammen machten wir uns durch das Muslims Viertel auf den Weg zu meinem Waisenhaus. Im Waisenhaus hat Papa all die Kinder kennen gelernt mit denen ich hier jeden Tag zu tun habe.

Am Donnerstag waren wir auf dem riesigen Central Markt und haben uns viele Stoff- und Textilstände angeschaut. Für meinen Vater war es ein richtiger Schock so viele Menschen auf so engem Raum zu sehen und in der ganzen ghanaischen Art zu erleben. Mittags ging es dann zu meinem Haus Sachen einpacken. All die Dinge die ich bis jetzt gekauft oder geschickt oder mitgebracht habe mussten verpackt werden. Das war eine ganze Menge Arbeit, denn irgendwie haben sich meine Sachen mindestens verfünffacht.

Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Heute geht es nach Ankobra Beach. Dort habe ich vor einem Monat schon mal ein Wochenende verbracht. Erst muss man mit dem Trotro nach Takoradi fahren und von dort bekommt an ein Trotro nach Ankobra. Da es aber meinem Vater zu lange dauerte bis das nächste Trotro nach Ankobra losfährt indem für uns beide Platz ist, informieren wir uns über andere Preise. Letztendlich kommt es daraufhin hinaus, dass Papa uns ein ganzes Trotro mietet, dass uns zum Ankobra Beach Resort fährt. Dort bezogen wir ein Zimmer mit eigenem Bad und nicht ganz vollständiger Küche. Und verbrachten den Rest des Abends am Strand.

Am Samstag verbrachten wir den gesamten Vormittag eher ruhig am Strand. Wir lasen, schrieben Briefe oder lösten Sudokus. Gegen Mittag machten wir uns zu Fuß in das 45 minütige weite Dorf auf. Dort besuchten wir St. Antonio Castle, dass dieses Jahr seinen genau 500.Jubiläumsfest feiert. Es ist schon die zweite Sklavenburg, die ich besichtige, aber ich lerne immer noch interessante Dinge dazu und sehe original Sklavenfesseln und vieles mehr. So viel, wie ich in den beiden Führungen gelernt habe, habe ich in meiner ganzen Geschichtsunterrichtvergangenheit nicht gelernt. Es ist halt etwas anderes sowas mit eigenen Augen zu erleben. Papa stand sogar im Sklaventunnel, durch den die Sklaven das Castle verließen um verschifft zu werden. Nach einer Besichtigungstour geht es wieder zurück.

Das Wetter am Sonntag macht uns einen Strich durch die Rechnung. Eigentlich wollten wir heute in den Ankasa National Park, aber wegen des Regens kommen wir zu dem Entschluss, dass der Ausflug für heute in Wasser fällt. Stattdessen gehen wir den kleinen Trampelpfad durch den Regenwald hinter den Bungalows. Dieser Pfad ist extra für neugierige Besucher angelegt. Von oben hat man eine wunderschöne Aussicht über die Bucht, die Fischerboote von dem kleinen Dorf Ankobra und auf Kilometer weite Strände. Es ist echt ein netter Weg für einen kurzen Spaziergang. Den Rest des Tages verbringen wir wieder am Strand.

Heute ist das Wetter zum Glück etwas besser und wir können zum Ankasa National Park fahren. Mit dem Taxi geht es los und zwei Stunden später kommen wir bei einer verlassenen Hütte an. Alles ist für uns Touristen vorbereitet, aber weit und breit ist keine Menschenseele zu sehen. Unser Taxifahrer hat zum Glück eine Nummer und kurze Zeit später kommt unser Guide vorbei. Mit dem Auto fahren wir zwei Kilometer in den Wald rein bevor es zu Fuß weitergeht. In dem Regenwald gibt es, wie das Wort Wald verlauten lässt, extrem viele unterschiedliche Bäume. Doch diese Bäume sind anders als die Bäume in unseren Wälder. Der Unterschied ist schwer zu beschreiben, aber doch fällt er einem sofort ins Auge. Nachdem auch Papa Eboni und Mahagoni jetzt in Natura gesehen hat und nachdem wir Spuren von Elefanten, Stachelschweinen und irgendetwas Wildschweinartigem gefunden haben, sehen wir auch das Ziel unseres Ausfluges. Ein Baum in beachtlichem Ausmaß. Papa und ich schätzen den Umfang auf etwa 9 Metern. Leider sehen wir keines von den oder anderen Tieren. Wieder beim Taxi angekommen machen wir uns auf den Weg zurück, damit wir den Montagnachmittag genauso wie all die anderen Tage am Strand verbringen können. Abends skypen wir dann noch mit den lieben zu hause.

Dienstag geht es für mich zum zweiten Mal zum Stelzendorf Nzulezo. Es ist genauso wie beim ersten mal. Es hat sich nur wenig bis gar nichts verändert. Mein letzter Besuch ist einen Monat zurück, und weil ich damals einen Bericht darüber geschrieben habe, werde ich heute diesen Teil überspringen. Bei Fragen könnt ihr euch aber gerne melden J Den Rest des Tages faulenzen wir wieder am Strand. Nach dem wöchentlichen Skypen mit meinen Großeltern geht es etwas Essen.

Eigentlich wollten wir am Mittwoch schon abgereist sein, aber nach einer Besprechung verlängern wir um noch zwei Nächte. Für Mittwoch hatten wir uns deshalb eine Kanutour über den Ankobra River mit einer Mangroventour ausgeguckt. Als Papa ich und unser Guide im Kanu sitzen fällt uns auf, dass wir ein Leck haben. Als alle austeigen sollen außer ich ahne ich schon, dass wir nicht das Kanu wechseln werden. Und ich behielt recht. Stattdessen holte unser Führer ein Messer und Plastiktüten und stopfte die Plastiktüte in die undichte Ritze. Während der Fahrt blubbert es noch manchmal, aber wenn man alle zehn Minuten etwas Wasser schöpft. ABER Wir leben noch. Der Fluss ist erstaunlich breit und an beiden Seiten sind Mangrovenbäume. Wir fahren sogar in einen Mangrovenwald rein. Zwischen den Wurzel leben viele Fische und sogar Krokodile. Aber sehen tun wir nur große Krebse und Schlammspringer. Nach einer Stunde ist die Tour auch vorbei und es geht dieses Mal zu Fuß zum Strand zurück.

Als würden wir die ganzen anderen Tage nicht genug Zeit haben erklären wir uns den Donnerstag als Chilltag. Für heute ist kein Ausflug geplant und wir verbringen den ganzen Tag am Strand oder im Zimmer. Abends gucken wir uns zusammen einen Film an, nachdem wir wie immer richtig lecker gegessen haben.

Leider kann man nicht immer weiter verlängern und der Urlaub ist irgendwann vorbei. Samstag machen wir uns auf den Weg nach Winneba. Eigentlich ist dieser Ort nicht weit entfernt, trotzdem dauert es einige Stunden ehe unser Trotro in Winneba ankommt. Dort wollen wir in ein Hotel, was mir von einem Mitfreiwilligen empfohlen worden ist, aber da es klein ist und noch renoviert wird, kennt es kaum einer. Irgendwie schafft es unser Taxifahrer aber doch sich durchzufragen. Die Besitzer sind total nett und richtig um einen bemüht. Während Papa und ich uns in den Hängematten von der Reise ausruhen, richten sie uns extra ein Zimmer ein. Das einzige fertige Zimmer ist für diese Nacht natürlich ausgebucht gewesen und ansonsten hätten wir in ein anderes Hotel einziehen müssen. Das Zimmer ist am Ende mit Strohmatten ausgelegt. Es steht ein Doppelbett und ein Handventilator drinnen, also alles was man zum Schlafen für eine Nacht benötigt. Die Toilette und Dusche ist außerhalb. Abends essen wir eine vegetarische Mahlzeit, die hauptsächlich aus eigenem Anbau besteht. Soweit ich das verstanden habe ist nur der Reis zu gekauft worden. Nach der traditionellen Mentalist folge zum Einschlafen fühle ich mich unwohl. Ich muss mich sogar übergeben. Ob das am Essen lag oder daran, dass ich zu viel Sonne abbekommen habe weiß ich nicht. Die Nacht über schlafe ich auf jeden Fall gut.

Samstags wollten wir zur ungefähr Viertelstunde entfernten Lagune gehen. Und obwohl ich die Nacht über gut geschlafen habe fühle ich mich immer noch unwohl, weswegen wir früher abbrechen müssen um umzukehren. Immerhin haben wir die Lagune aus der Ferne gesehen. Unsere Reise geht weiter nach Accra. Dort wird es nochmal ein Heidenaufstand ein Hotel zu finden, denn das eine ist voll, das andere kennt keiner, das Dritte ist viel, viel, viel zu teuer und das vierte ist genau richtig. Ich, Papa und ein Taxifahrer stellen fest, dass ich, wenn ich angeschlagen bin, trotzdem noch ein Sturkopf bin und mich nicht von Taxifahrern abzocken lasse. Dabei kann es nach so einer Nacht und Tag durchaus sein, dass ich ungeduldig werde. Aber in solchen Fällen gerät man auch immer wieder an A****** oder auch Geld Abschneider genannt. Endlich konnten wir ins Hotel einchecken und ich konnte mich erst einmal etwas hinlegen, bevor es zum großen Souvenirmarkt geht.

Papa muss nämlich unbedingt noch einige Dinge besorgen, bevor er sich wieder in den Flieger setzt. Ich kann jetzt leider nicht die gelungene Diskussion erzählen, weil derjenige oder diejenige dann Beschied wüssten, insofern bleibt die Errungenschaft Papas und mein Geheimnis. Es ist wie immer ein Feilschen um jeden Cedi. Abends falle ich total erschöpft ins Bett nachdem wir uns noch Mentalist angeguckt haben.

Wir stehen um acht Uhr auf, damit ich noch genügend Zeit habe meine ganzen Sachen zu packen. Heute geht es für mich zurück nach Kumasi und für Papa in den Flieger. Leider fällt uns erst beim Frühstücken auf, dass die Zeit in Deutschland umgestellt worden ist und wir erst sieben Uhr gehabt hätten. Jetzt gibt es wieder zwei Stunden Zeitverschiebung. Also legen wir uns nochmal in Bett und schlafen nochmal eine Stunde. Um zehn muss ich mich schweren Herzens auf den Weg machen, zur Busstation wo ich eine Freundin treffe, die mit ihrer Familie nach Kumasi fährt. Es ist seltsam zu denken, dass ich Papa erst in vier Monaten wiedersehe, aber wenn ich bedenke, dass ich alle anderen schon acht Monate nicht gesehen habe, fällt mir erst einmal auf, wie lange ich schon weg bin. Denn auch wenn ich finde, dass die Zeit hier manchmal nicht schnell genug vorbei geht, fühlt es sich noch nicht nach acht Monaten an.

Wieder in Kumasi muss ich zum neuen Haus laufen, dass ein Stückchen weiter entfernt ist. Dort werde ich als erstes von unseren zwei Hunden begrüßt, die jetzt den ganzen Tag und die ganze Nacht frei ums Haus laufen dürfen. Dadurch jaulen sie auch nicht mehr und sind viel zutraulicher geworden. Sie springen kaum noch an einem hoch und schnappen auch nur ganz selten nach dir. Trotzdem hat die vierjährige und die Mutter immer noch Angst vor den beiden. Auch die anderen Freiwillige begrüßen mich ganz herzlichen. Cecilie, meine eine Zimmerkollegin steht im Wohnzimmer und als sie mich sieht meint sie sofort „Alina ich habe dich so vermisst.“ Ich bin echt froh darüber, dass ich mich so gut mit allen hier verstehe, auch wenn es manchmal zu Meinungsverschiedenheiten kommt. Aber in welcher WG ist das bitte nicht der Fall. Bevor ich erschöpft ins Bett fallen kann, muss ich erst all meine Sachen wieder auspacken und verstauen. Das ist eine Heidenarbeit. Doch irgendwann ist auch das halbwegs geschafft und ich kann ins Bett fallen.

Bis denne

Alina

 

 

Ostern

03April2015

Bevor ich von meiner Vatertour berichte, kommterst einmal ein kurzer Blog über Ostern.

Da alle Ghanaer eigentlich religiös sind wird zu dieser Jahreszeit viel Zeit in der Kirche verbracht. Aber auch ich bekomme vielleiht etwas von Ostern mit. Es geht das Gerücht herum, dass wir bis Montag durchgängig Strom hätten, wegen ostern. Ob das stimmt der nicht steht allerding in den Sternen.

Wie es ausgegangen ist erfahrt ihr später.

Bis denne

Alina

Voltaregion

03April2015

Und erneut ging es auf Tour!

und wieder einmal bin ich viel zu spät mit dem Beitraag. entschuldigung!!!

Dieses Mal aber etwas mehr in den Norden. Genauer gesagt in die Volta Region. Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg. An der Trotro-Station finden wir widererwarten ein Trotro, (Trotros sind große Sammeltaxen) dass direkt nach Ho fährt. Beide Beine sind schon eingeschlafen und mein Po fängt an bei den ganzen Schlaglöcher, die wir queren, richtig wehzutun, als eine Frau uns verkündet, dass wir jetzt in Ho seien. Frohen Mutes steigen wir aus und setzen uns in ein Trotro, das uns zu unserem Hotel fahren soll. Nach einer zehnminütigen Fahrt stellen wir fest, dass wir und der Trotrofahrer beide ein Hotel meinen, aber in unterschiedlichen Orten. Vor uns ist das Ortsschild von Akosombo. Da wollten wir eigentlich überhaupt nicht hin. Unser Fahrer verspricht uns wieder mit zurück zunehmen und lässt uns dann an einem Wegesrand raus. Die weitere Fahrtbeschreibung ist geh nach da vorne, da ist ein Schiff, mit dem ihr ans andere Ufer fahren könnt, da gibt es Trotros nach Ho. Obwohl es gar nicht geplant war kommen wir so zu unserer Besichtigung des Volta-Lakes.

Die Rest der Fahrt war dann wie vorhergesehen. In diesem Trotro saß wieder eine Frau, die uns dieses Mal hilfreiche Tipps geben konnte. So haben wir von unserem Hotel erfahren, dem Dorllah Guest House. Saubere, kleine, echt nette Zimmer.

Nach dem einchecken haben wir noch genug Zeit, um uns den Ort ein wenig besser anzugucken. Ich hatte die erste Nacht ein Einzelzimmer und habe diese Zeit für mich echt genossen.

Am nächsten Tag (5.03) ging es zum Nationalpark Kalakpa in Abutia Kloe. Dort ging es mit einem Führer durch ein Savannen und Waldgebiet. Total gespannt ob wir irgendetwas sehen würden, gingen wir los. Leider war die Tageszeit in der wir da waren nicht die Beste. Die Mittagssonne stand hoch am Himmel und um sich vor ihr zu schützen versteckten sich die Tiere unter Blättern, außer Sichtweite. Trotzdem haben wir zwei Antilopen gesehen. Ein Männchen und ein Weibchen bei der Paarung. Um wieder zurück zu kommen hatten wir uns die Telefonnummer eines Taxifahrers geben lassen. Allerdings ging er nicht an sein Telefon sodass wir mit zwei Motorrädern zurück gefahren sind. Ich musste warten bis Cecilia und Lea abgesetzt worden waren, damit ich abgeholt werden konnte.

Wir gingen wieder zu unserem Hotel nahmen unsere Sachen und machten uns auf den Weg ins kleiner Dorf Hohoe. An der Trotrostation in Hohoe brachte uns ein Taxi zum Hotel Geduld. Das Hotel hatte sogar ein Dreierzimmer, welches wir bezogen. Nur die Essensauswahl am Abend hätte besser sein können.

Am 6.03 hatten wir ein hohes Ziel. Wir wollten den höchsten Berg Ghanas besteigen. Mit einem Führer machten wir uns auf den Weg die, ich glaube 1000 Meter zu erklimmen. Es war viel zu anstrengend. Bei gefühlten 35Grad, einer zu hohen Luftfeuchtigkeit einen Berg im Regenwald hochzuklettern ist keine gute Idee. Nach wenigen Metern waren wir drei am Hecheln und so viel Wasser konnte man gar nicht nachtrinken, wie man verschwitzt. Es war unglaublich anstrengend. Der weg bestand teilweise aus Geröll, große Steinen, Erde, … eigentlich war alles dabei. Leider gab es keine Treppen oder die Stufen waren für ganz andere Personen konstruiert. Mit Händen und Füßen krakelt man ein kleines Stückchen Berg hoch, bis man schon wieder eine Pause braucht um zu trinken, normaler zu atmen und seinen Herzschlag zu beruhigen. Unser Führer steht in der Zeit nicht schwitzend neben uns und tut so als wäre es überhaupt kein bisschen anstrengend, während unsere Beine nach der Hälfte ungefähr das dreifache Gewicht haben. Kaum hat man sich beruhigt, geht unser Guide in seinen Flip Flops in einer Geschwindigkeit weiter, dass wir echte Probleme haben nachzukommen. Irgendwann schaffen wir es dann aber doch und erklimmen die Spitze. Der Ausblick ist echt sehenswert. Um dich rum ist Regenwald und einige Berge. Man kann gar nicht beschreiben wie es aussieht und sich anfühlt endlich oben zu sein. Geschafft! Doch anstelle es zu genießen müssen wir uns erst einmal setzen und wieder zu Atem kommen. Oben ist man der gnadenlosen Sonne ausgesetzt, weswegen es für uns schnell wieder nach unten geht.

Danach machen wir uns auf den Weg zu einem Wasserfall. Dort ist keine Menschenseele und man ist alleine mitten im Dschungel. (Den Guide haben wir nicht mitgenommen). Nach einem richtigen Ausruhen und einigen verbrachten Stunden machen wir uns durch den Dschungel wieder auf dem Rückweg und zurück zum Hotel.

Auf dem Rückweg fällt uns auf, dass uns hier noch kein Taxifahrer um Geld betrogen hat. Alle Leute sind hier freundlicher und Niemand hat nach zusätzlichem Geld verlangt. Sogar die Preise für den Berg und den Wasserfall waren echt in Ordnung von der Höhe.

 

7.03 Gestern war es der höchste Berg von Ghana heute ist es der höchste Wasserfall von Ghana. Das ist mein erster Ausflug nur mit Flip Flops sonst hatte ich immer meine Turnschuhe an. Im Gegensatz zum Wasserfall gestern sind hier eine Menge Touristen. Leider hatten wir vergessen Wechselklamotten oder Schwimmsachen mit zunehmen, aber Lea und ich wollten unbedingt unter den Wasserfall. Also ging es mit Klamotten unter den höchsten Wasserfallghanas zu den ganzen anderen Touristen. Weil wir schneller fertig waren als geplant machten wir uns auf den Weg nach Logba. Für mich zum Glück, für die anderen leider, mussten wir aber nach Logba Tato. In ein Dorf oben auf einem Berg, wo nur Motorräder hochfuhren. Mit Flip Flops und einem Führer der ein Heiden Tempo vorgelegt hat, ging es wieder durch den Regenwald. Nach gestern hatte jeder von uns etwas schwere Beine, trotzdem gaben wir unser Bestes Schritt zu halten. Nach einer gefühlten Ewigkeit durch Gestrüpp kamen wir an einen Höhlensee und auf der anderen Seite sollte eine Kalksteinhöhle sein. Im Reiseführer wurde sie beschrieben. Man kann Stalaktiten, Stalaktmiten und Stalakmate sehen und einen richtigen Einblick bekommen. Erst einmal mussten wir durch den See auf die andere Seite und einen Felsen hochklettern. Einmal nass sein an einem Tag hätte gereicht aber zum Glück gab es eine relativ flache Stelle. Oben war man in einer Aushöhlung. Als mehr kann man es eigentlich nicht beschreiben. An der Wand sah man zwei Stalakmate und damit hatte sich dieser Ausflug. Mehr konnte man nicht sehen. Schnell ging es wieder auf den Rückweg, da es bald Dämmern würde und keiner von uns sonderlich Lust hatte im Dunkeln den Rückweg zu finden. Unser Armer Führer musste uns den Felsen runterheben und dabei darauf achten das nicht beide ins Wasser fallen. Zum Glück schaften wir es vor der Dämmerung zurück ins Dorf und sogar mit den Motorrädern runter nach Logba. Dort nahem wir ein Trotro, dass uns nach Hohoe brachte.

 

Am nächsten Tag machten wir uns auf eine viel zu lange Reise wieder nach Kumasi. Wir fahren fast acht Stunden oder so unterwegs. Wieder zu Hause war ich echt froh wieder in einem eigenen Bett zu schlafen.

Bis denne

Alina

Traumurlaub

25Feb2015

So jetzt kommt der etwas verspätete Beitrag zu meinem Traumurlaub.

Am 13.02 bis zum 15.02 haben wir uns auf eine weite beschwerliche aber erfolgreiche Reise begeben.

Wir haben den Tipp von einem Mitfreiwiligen bekommen, nach Ankorba Beach zu fahren in die Nähe von Axim.

Freitags ging es in der Frühe los. Um sechs Uhr saßen wir schon im Trotro, damit wir noch etwas vom Tag am Strand haben würden. Nach Sieben einhalb Stunden Fahrt über nicht geteerte und sehr steinige Straßen, kamen wir total erledigt an der Hotelanlage an und waren begeistert. Man hatte eine direkte Aussicht aufs Meer und es sah einfach nur herrlich erfrischend aus nach der langen eingeengten Fahrt.

Hotelrestaurant Wir warten auf unser Essen im Hotelrestaurant.

Die Hotelanlage wird von einer deutschen Familie geführt, die auch einige deutsche Angestellte hat. (Somit muss man vorsichtig sein beim lästern, die verstehen Deutsch! ;) ) Das gute daran ist: Es gibt deutschen Standard. Die hotelmutter hat und während des Abendessens darauf hingewiesen, dass das Wasser gefiltert werden würde und man somit ( um Geld zu sparen) auch das Leitungswasser trinken könnte. Insgesamt haben alle dafür gesorgt, dass man komplett wunschlos war. Die Rezeptionisten haben Taxifahrer angerfen, die einen abholen, wenn man es wünscht. Das Hotel hat ein Buch mit vorgeschlagenen Touren, den richtigen Preisen, etc. Die Hotelleiter und Manager erkundigen sich jeden Morgen und Abend nach deinem Tag bzw. nach deiner Nacht und ob man noch etwas brauchen würde. Es werden Zimmerrechnungen ausgestellt. Die Köche geben sich wahnsinnige Mühe und zaubern wunderbare Gerichte (meistens Hausgemacht). Und für den teuren Essenspreis gibt es noch einen Appetitanreger umsonst. Alle sind freundlich und erst der Strand…. Doch dazu später.

Hotelanlage

Nach ein paar Diskussionen und einiger Verwirrtheit konnten wir unser Zimmer, für 12Euro die Nacht mit Frühstück, beziehen. Wir hatten unsere eigene Küche und unser eigenes Badezimmer. Zwei Zimmer mit je zwei einzelnen Betten. Pro Zimmer gab es einen Ventilator und eine Klimaanlage. Über jedem Bett gab es ein eigenes intaktes Moskitonetz und ganz viele Kissen im Bett. Das alles konnten wir aber gar nicht richtig genießen, da wir unbedingt an den Strand und schwimmen wollten.

Der Strand… - kilometerweiter heller Sand.

 der Blick Richtung Axim. 

 An dem Ende des Strandes waren Müllberge.

 Einen fast richtigen Sonnenuntergang.

Am Rest des ersten Tages gingen wir schwimmen, bevor wir zu Abend aßen und nachdem wir noch ein wenig die Sterne beobachtet hatten gingen wir auch erschöpft schlafen.

Nach dem Essen hatten wir, aus einem Buch,eine Tour für dennächsten Tag ausgesucht. Der Ordner zeigte einige Ausflugsziele und alles was dazu gehörte (Preis, Weg, etc.) und das Hotel kümmerte sich um das Taxi. Es war herrlich einmal nicht mit dem Fahrer um den Preis zu streiten. J

 

Am nächsten Morgen gingen wir erst Frühstücken. Das Essen war richtig lecker! Es gab hausgemachtes Brot, Ei, Avocadomus, selbstgemachte Marmelade, und und und. Das war das beste Frühstück seit langem. Danach wartete ein Taxi auf uns, dass uns zu der Anlegestation für die Kanus bringen würde. Nachdem man sich dort registriet hatte und bezahlt hatte ging es auf eine einstündige Kanutour.Zuerst war es nur ein Fluss, der später in einem See mündete. Um uns herum war hohes Ufergras? (ich habe keine Ahnung, was das für eine pflanze ist) überall waren Seerosen und es sah richtig schön aus. Unser Führer hatte es allerdings nicht so schön, denn er musste uns die ganze Zeit mit einer Stange anschieben und nach seinem Atmen zu urteilen war das ganz schön anstrengend. Irgendwann wurde das Wasser tiefer und er konnte zum Paddel greifen. Insgesamt musste man über mehrere Seen und Flüsse. Eine kurze Strecke ging es sogar durch den Dschungel und unser Führer sagte, dass man früh am Morgen wasserschlangen und Krokodile sehen könnte. In dem Moment habe ich mich ein wenig unwohl in ienem Holzboot gefühlt. Aber auch das ging vorbei. Kaum war man aus dem Dschungel draußen gab es wieder einen offenen riesigen See und von dort aus sah man auch schon unser Ziel – das Stelzendorf Nzulezo.

 Die Anlegestelle der Kanus

 Cindy, Cecili, ich und der Führer. Lea hat das Bild gemacht

 durch die Graslandschaft

durch den Dschungel

Die erste Sicht auf das Fischerdorf

es ist gar nicht so klein wie man gedacht hat

 so sieht es da beim durchgehen aus

Das Stück über den See konnten wir beim paddeln helfen und es war richtig anstrengend für uns. Jetzt waren wir es die schwer atmeten (Okay nicht ganz, es gab ein Ruder für uns alle vier zusammen, während unser Führer die ganze Zeit rudern musste).Zu unserer Verteidigung. Er wohnt in dem Stelzendorf und jeden Abed musste er die ganze Strecke fahren um entweder zu seinem Arbeitsplatz oder nach Hause zu kommen.

Das Stelzendorf besteht aus einer Ansammlung von Häusern auf Baumstämmen. Die Häuser liegen teilweise auf dem Wasser und die Stelzen bieten Schutz in der Regenzeit, wenn das Wasser ansteigt. Obwohl es auch dann manchmal zu Überschwemmungen kommen kann. Daas Dorf an sich war sehr idylllisch und richtig schön zum angucken. Allerdings hatte man ein bisschen das Gefüühl, dass die Einwohner genervt von einem waren (Obwohl unser Führer sagte, dass sie sich freuen würden über Besucher). Doch wenn (laut schätzung unseres Führers) in der Hochsaison bis zu 500 Besucher täglich komen würden, kann ich es verstehen, wie sie reagiert haben. Wer wäre nicht genervt, wenn ständig andere Menschen Fotos von den eigenen vier Wänden machen würden. Ich könnte noch viel über das Dorf erzählen, aber dann würde der Artikel nie fertig werden ;)

Nach ungefähr einer stunde ging es den ganzen Weg wieder zurück. Wieder am Hotel angekommen gingen wir uns umziehen und wieder schwimmen.

Abends aßen wir Suppe und Pommes mit richtig guter Hauslimonade.

Danach gingen wir wieder zum Strand um Fotos zu machen. Und bestauneten die Sterne. So viele Sterne habe ich bisher selten auf einem Fleck gesehen und die Palmen im Hintergrund waren noch ein nettes Accessoire. Anscheinend hattenwir eine gute Naacht erwischt, denn wir konnten sogar einige Strenschnuppen beobachten…

Mal gucken ob unsere Wünsche in erfüllung gehen werden.

Am dritten Tag gingen Lea und Ich noch ein bisschen am Strand entlang bevor wir uns zum frühstücken verabredet hatten. Nach dem Frühstück ging es wieder ins Wasser und ein bisschen Sonnen. Gegen Mittag mussten wir uns aber wieder auf den Heimweg machen, damit wir pünktlich zu Hause waren.

Was dieses wochenende angeht ist zumindest ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Man konnte sich richtig von dem Stress wegen des Umzugs und Richmond erholen und wir werden garantiert dort irgendwann nochmal hinfahren.

 Das ist bei unserem Fotoabend entstanden. Stellt es euch einfach gespiegelt vor ;) 

the end 

 

Bis denne

Alina

Umzug

12Feb2015

Heute Abend haben wir noch einmal mit Richmond geredet. Das Ergebnis:

Wir müssen erst ausziehen, wenn das andere Haus fertig ist. Er sei jeden Tag auf der Baustelle und würde sich bemühen, dass das Haus in zwei Wochen fertig ist.

Wir freiwilligen glauben aber nicht daran und rechnet frühestens mit einem Umzug in drei Monaten (oder auch gar nicht mehr).

Ich fahre jetzt erst mal an den Beach um mich vom ganzen Trubel zu erholen. Um fünf muss ich aufstehen... Na hoffentlich schlaf ich noch was im Trotro ;)

Bis denne

Alina

Achtung Umzug!!!

10Feb2015

Ich weiß, dass mir die Tage nach Silvester immer noch fehlen und ich entschuldige mich auch vielmals, dass ihr noch etwas länger warten müsst, aber ich muss da jetzt erst einmal etwas anderen loswerden.

Vor ein paar Tagen bin ich morgen von meinem Handy wachgeworden. Ich hatte vier neue Nachrichten, alle von meinem Gastvater Richmond. Noch im Halbschlaf las ich die Mail und war plötzlich hellwach.

Hello Everyone.. I wish to take this opportunity to announce to you that, I have been able to secure a full house which is about 5 minutes as walk from our current house and I am there notifying you that all of us will move in the new house latest by February 25th so kindly startparking yout lagages so that we all move together tot he new house. In this new house we will be living there alone an every room has ist washroom. This will help or brother Jonathan tto have a good sleeping place.. much love. Richmond“ (Wort für wort übernommen).

Schock! Wir werden in ein neues Haus umziehen, obwohl wir uns gerade an unser Haus gewöhnt und richtig eingelebt haben. Gerade hat es in unserer WG funktioniert, dass wir einen geregelten Spüldienst und Putzdienst haben. Wir haben uns alle wieder verstanden, nach einem kleinen Streit wegen der Zimmeraufteilung und konnten gerade einmal in Ruhe aufatmen.

Doch damit ist es jetzt endgültig vorbei, denn ich habe unser neues Haus mit den anderen zusammen besichtigt und bin beinahe rückwärts den Hocker runtergefallen. Und in 15 Tagen will Richmond da einziehen. Jeder Nerv ist von uns gespannt, da wir einfach nur noch hoffen können, dass die Bauarbeiten noch nicht beendet sind und uns unsere Vermieterin nicht rausschickt. Die meisten von uns wolle nicht umziehen, weil das Packen u anstrengend und viel ist, weil das „neue“ Haus eine Bruchbude ist, weil es sich für die letzten sechs Monate auch nicht lohnt noch umzuziehen und das viel zu viel Stress ist, wegen der Lage, …

Doch damit ihr euch eine eigene Meinung bilden könnt werde ich euch erst einmal das neue Haus und mein altes Haus genau vorstellen.

Unser Haus

Die Lage von unserem Haus ist echt gut. Wir wohnen zwischen zwei Trotrostation. Davon ist die eine eine Haupttrotrostation von der man aus in alle möglichen Richtungen fahren kann. Der nächste kleine Markt ist circa fünf Minuten zu Fuß entfernt, genauso wie der nächste Supermarkt. Direkt vor dem Haus befindet sich die kleinere Trotrostation von der man aus, Problemlos in die Stadt fahren kann. Das Campusgelände und somit ein großer Supermarkt, ein Schwimmbad, eine Bank zum abheben, ein Buchladen, etc. ist ebenfalls nur circa fünf bis zehn Minuten entfernt.

 

Unser Haus, wo wir jetzt drinnen wohnen hat drei räumlich große Zimmer mit je drei betten und einem Kleiderschrank drinnen. Trotzdem findet man noch genug Platz um auf dem Boden zu sitzen und ein Spiel zu spielen. Richmonds Zimmer hat ein eigenes Bad und ist von der Größe genauso wie unser Zimmer. Das vierte Zimmer, im den die drei Jungen wohnen ist eine umgebaute Garage, ohne Fenster und Fliesen. Die Luft ist schnell abgestanden und die Hitzelagert sich. Im Flur, zu unseren Bädern, stehen selbstgebastelte Schuhregale. Wir haben zwei Toiletten. Davon kann man die Türe mit der einen Toilette und der Dusche nicht mehr abschließen. Das Wohnzimmer ist echt groß. Dort ist eine große Couch, ein Fernseher, auf dem so gut wie alle Fußballspiele gezeigt werden, Jonathans Schlafplatz und ein Tisch mit Computer für Richmond zum Arbeiten von zu Hause aus.

Die Küche ist zwar nicht besonders groß und auch einen freien Platz im Kühlschrank zu finden ist recht schwer, doch immerhin kann man auf die Terrase ausweichen, wenn man etwas schneiden oder essen will. Auch die Terrasse ist für alle elf Freiwillige etwas zu klein, doch wir sind selten alle Gleichzeitig draußen. Hinten um das Haus herum gibt es zwei Waschstellen und einige aufgespannte Leinen zum Trocknen der Wäsche. Auch hier muss man sich mit den anderen Abstimmen, dass jeder die Chance hat etwas zu waschen.

 

Das „neue“ Haus (Die Anführungszeichen werdet ihr gleich verstehen.)

Die Lage ist deutlich weiter abseits von der Hauptstraße und auch alles was jetzt in unserer Nähe liet entfernt sich um circa zehn Minuten Fußweg. Das klingt jetzt vielleicht nicht weit, doch bei circa 35 Grad Celsius zehn Minuten durch die pralle Sonne über staubige und extrem Steinige Straßen, kann sehr anstrengend sein. Das neue Haus sticht aus seiner Umgebung hervor und falls wir umziehen, werde ich mich im Dunkeln nicht mehr nach draußen bewegen. Ab der Dämmerung bin ich z Hause, da mir die Umgebung ein wenig suspekt ist. Bis jetzt sind wir nicht überfallen worden, obwohl elf Obrunies (afri. Weiße) auffallen. Doch in der neuen Umgebung bin ich mir sicher das, früher oder später, uns jemand ausraubt. Ich finde die Umgebung deutlich unsicherer.

Damit jedes Zimmer sein eigenes Bad hat wurden Mauern gezogen. In die Nische soll, durch einen Vorhang getrennt, eine Toilette und eine Dusche platzfinden, was ich aus platzgründen als fast unmöglich einschätzen würde. Durch die Badnische fehlt ein weiterer Teil des Zimmers was es in manchen Fällen echt schwierig macht genügend Betten und einen Schrank unterzubringen. In eines der vier Zimmer passen noch nicht einmal zwei Betten rein. Selbst bei einem Bett und einem Schrank könnte es schon eng werden. Genug Platz um sich da auch noch hinzusetzen oder seine Sachen unterzubringen hat man aber in keinem der Zimmer so richtig.

Die Flure sind teilweise so eng, dass kein Bügelbrett oder unsere Schuhregale da Platz finden werden. Das Wohnzimmer ist auch weiterhin noch das größte Zimmer im Haus, auch wenn es nicht mehr so groß ist wie in unserem jetzigen Haus. Die Küche wird auch weiterhin nicht so groß sein, dass wir alle zusammen hier Platz finden, doch dieses Mal kann man sich nicht auf die Terrasse Zurückziehen, da sie am anderen Ende des Hauses liegt. Um die Terrasse herum ist ein Käfig, den man abschließen kann um sich vor Einbrechern zu schützen. Doch auch hier fragt man sich ob es so sicher ist. Die Waschstelle ist hier auch nicht richtig vorhanden. Ein Loch im Boden ist der Abfluss unter einem Wasserhahn. Ich kann jetzt schon sagen, das es zu Überschwemmungen kommt, wenn es so weiterhin bleiben wird. Dafür gibt es auch wieder Wäscheleinen, die wir uns dieses Mal nicht mit unseren zwei Nachbarn teilen müssen. Allerdings wird da trotzdem nicht alles hinpassen.

Gute Sachen hat das neue Haus aber, denn der Hundezwinger ist wenigsten getrennt und etwas größer und der Garten des Hauses ist echt nett, mit zwei Mangobäumen und einem Lemonenbaum und einigen anderen Gewächse. Doch den wieder herzurichten wird eine Menge Arbeit, falls die Hunde es nicht sowieso zerstören werden.

Sieht man mal von all den oben genannten Tatsachen ab muss das Haus noch grundgereinigt werden, da überall im Moment schmutz, staub, … liegt. Außerdem müssen die Zimmer noch gefliest, die Mauern noch verputzt, einige Decken und Wände sollen noch eingerissen und neu gebaut werden, die Küche muss überhaupt noch eingesetzt und restauriert werden, ebenso wie die Toiletten und Duschen eingebaut werde, … und das ist erst der Anfang. An noch gut fünfzig weiteren Stellen muss noch was passieren, damit das Haus einziehbereit ist. Zum Beispiel fehlt noch das ganze Mobiliar. Für all das bleibt den paar Arbeiter nicht ca. fünfzehn Tage und die ghanaische Schnelligkeit und Sorgfalt lässt darauf schließen, dass das Haus NIE IM LEBEN dann fertig ist. Wir hoffen, dass die Vermieterin ein Herz hat und uns nicht in ein nicht renoviertes Haus einziehen lässt. Doch einen Tag, nach der großen Verkündung, kam die Vermieterin schon mit einer Interessentin vorbei und machte eine Besichtigungstour. Die Kundin scheint viel Interesse zu haben, doch wir wollen nicht weg.

 

Die Nachricht des Umzugs hat uns alle total überrascht, da vorher nie von einem Umzug die Rede war. Den Grund, den uns Richmond gesagt hat ist, dass Jonathan ein Mitfreiwilliger im Moment im Wohnzimmer schläft, da es ihm im eigenen Zimmer zu warm ist. Wenn wir aber umziehen würden, gäbe es mindesten eine Person die ebenfalls im Wohnzimmer schlafen müsste. Wir sind uns sicher, dass das nicht der eigentliche Grund sein kann, doch will uns Richmond keine plausible Erklärung geben.

Bisher haben wir schon eine Mail an Volunta geschickt, aber noch keine Antwort erhalten. Wir wissen immer noch nicht ob wir jetzt umziehen werden oder nicht. Ich hoffe wir bleibe hier bis Ende Juni, danach kann Richmond ja umziehen und die neuen Freiwilligen ziehen direkt in das andere neurenovierte Haus.

Wir werden alles dafür tun um nicht weg zu müssen und ob das klappt werdet ihr hier und auf allen andern Blogseiten nachlesen können.

Bis dann und drückt uns die Daumen

Alina

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